Rechenpatenschaften

Eine Rechenschwäche Dyskalkulie ist eine Teilleistungsstörung im Umgang mit Zahlen. Das Defizit betrifft in erster Linie die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Wissenschaftler schätzen, dass etwa sechs Prozent aller Grundschüler unter dieser Störung leiden. Sie können scheinbar nicht verstehen, welche Zahl größer und welche kleiner ist. Sie schreiben Ziffern seitenverkehrt und verwechseln Rechenarten. Für einige Erstklässler kann der Zehnerübergang ein schier unüberwindbares Problem darstellen, weil sie sich Zahlen/Mengen über zehn nicht vorstellen können. Das Rechenpatenprojekt „Zahlenfüchse“ der Bürgerstiftung Wieslochhilft seit Februar 2011, dass diese Probleme gemeistert werden können. Die Paten üben einmal pro Woche mit ein bis zwei Kindern das Rechnen nach der sogenannten Wasserglas-Methode von Angelika Schlotmann. Diese Ehrenamtlichen wurden im Vorfeld entsprechend geschult und werden dabei unterstützt von Fr. Birgit Reimann-Groll, pädagogische Fachfrau mit Praxis in Wiesloch.

Wie funktioniert die Wasserglas-Methode®?

Es wird versucht, mit Wassergläsern und Flüssigkeiten Zahlen und Mengen anschaulich darzustellen. Die Kinder sind nicht gezwungen, sich eine Zahl nur „im Kopf“ vorstellen zu müssen, sondern sie können sich die Zahlen oder Mengen über das Schütten von Mengen selbst „begreifbar“ machen. Über die „Aktion“ - das Schütten von Flüssigkeit - lernen sie verstehen, was in der Mathematik überhaupt passiert.
Die Rechenpatenschaften finden im zweiten Halbjahr in den ersten und sechsten Schulstunden (vor/nach dem Unterricht der jeweiligen Kinder) statt. Es sind immer 2 Kinder der Klassenstufe 1 einer Rechenpatin zugeordnet.